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PRENA


Psychische Regulation neurochirurgischer Arbeitstätigkeit

Der Operationssaal ist ein Ort, in welchem Ärzte und Ärztinnen komplexe Arbeitsaufgaben unter gleichzeitig hohen psychischen und physischen Belastungen ausführen müssen. Intensität und raumzeitliche Dichte der zu regulierenden Handlungen sowie die Häufigkeit unerwarteter Ereignisse und das damit potentiell verbundene Schadenspotenzial sind dort umfassend und allgegenwärtig. Die Frage nach den handlungsleitenden und leistungswirksamen Wissensbeständen sowie nach deren Aneignung ist sowohl aus Perspektive der Patientenvorsorge als auch aus Perspektive einer Mitarbeitendenorientierung von entscheidender Bedeutung.

Ziel des Forschungsvorhabens ist die Analyse der Wissens- und Könnensmerkmale der psychischen Widerspiegelung sowie der psychischen Regulation, die mit Spitzenleistungen bei der neurochirurgischen Arbeitstätigkeit verbunden sind.

Im Rahmen dieser übergeordneten Zielstellung konzentrieren wir uns zunächst auf folgende Teilfragen:

  • Was genau zeichnet den „guten“ Neurochirurgen, die „gute“ Neurochirurgin aus?
  • Welche Merkmalsunterschiede bestehen zwischen Durchschnitts- und Spitzenleistungen?
  • Welche Aspekte der Orientierungsgrundlage („operativer Abbilder“) sind für die psychische Regulation der Tätigkeit von zentraler Bedeutung?
  • Welche Hinweise lassen sich daraus für die Vermittlung von Könnens- und Wissensinhalten ableiten, um diese zu verbessern?
  • Welche Hinweise lassen sich hinsichtlich lern- und entwicklungsförderlicher Arbeits- und Lernbedingungen ableiten?

Von Interesse sind dabei die Aneignungsbedingungen und -prozesse des Individuums. Im Zentrum stehen Ermittlung, Vermittlung und Transfer des tatsächlich handlungsleitenden Wissens und Könnens sowie deren leistungswirksame Bestandteile.